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Neuigkeiten zum Informationssystem Oberflächennahe Geothermie für Baden-Württemberg (ISONG)
4. März 2011: Aktualisierung bereits bearbeiteter Gebiete in ISONG
Allgemeine Ergänzungen- Artesische Grundwasserverhältnisse: Die Bereiche, in denen artesisch gespanntes Grundwasser möglich ist, wurden aufgrund neuerer Bohrbefunde erweitert.
- Wasser- und Heilquellenschutzgebiete: Neue Abgrenzungen wurden integriert.
- In Nahbereichen von Mineralwasser- oder anderen sensiblen Grundwassernutzungen ohne abgegrenzte Zustrombereiche, staatlich anerkannten Heilquellen ohne Schutzgebiet und öffentlich genutzten Grundwasserfassungen mit hydrogeologischer Sondersituation ohne ausreichenden Schutz durch ein Schutzgebiet sind Erdwärmesondenbohrungen nicht erlaubt, solange nicht nachgewiesen ist, dass die Grundwasserfassungen durch die Bohrungen nicht beeinträchtigt werden.
- Standortbezogene Bohrrisiken: Formulierungen wurden präzisiert.
- Standortbezogene Bohrrisiken: Tiefenlagen, ab denen die Bohrrisiken zu erwarten sind, wurden ergänzt.
- Bohr-, ausbau- oder geotechnische Schwierigkeiten wegen sulfathaltigen Gesteins: Bei der Tiefenlage des Top Salinar Mittlerer Muschelkalk wird ein Sicherheitszuschlag berücksichtigt.
Speziell im Bereich „Schichtstufenland / Zentraler Landesteil“- Begrenzung der Bohrtiefe auf Top Haßmersheim-Schichten: In der Ausgabe am gewählten Bohrpunkt wird bei der Tiefenlage der Haßmersheim-Schichten ein Sicherheitszuschlag berücksichtigt.
- Gasführung im Untergrund: In der Ausgabe am gewählten Bohrpunkt wird im Verbreitungsgebiet des Unterjuras auf entsprechende Bohrrisiken hingewiesen.
Speziell im Bereich „Oberrheingraben“- Hinweise auf Bohrrisiken wegen Unsicherheiten über die Gesteinsabfolge unter dem Quartär: Unterhalb des Quartärs wird grundsätzlich auf die Bohrrisiken im Bezug auf Karsthohlräume, sulfathaltiges Gestein, zementangreifendes Grundwasser und Gasführung hingewiesen. Die Tiefenlage der Quartärbasis wird unter Berücksichtigung eines Sicherheitszuschlags angegeben. Bei Bohrungen unter die Quartärbasis ist die fachtechnische Vor-Ort Betreuung durch eine(n) in der regionalen Geologie erfahrene(n) Geologen(in) erforderlich.
- Gasführung in Randschollen: In den östlich an den Oberrheingraben anschließenden Randschollen wird bereichsweise auf entsprechende Bohrrisiken hingewiesen.
- Begrenzung der Bohrtiefe: Innerhalb der Freiburger Bucht sind die Bohrtiefenbegrenzungen so gestaltet, dass nicht in den jeweils genutzten bzw. potenziell nutzbaren Grundwasserleiter hineingebohrt wird.
Speziell im Bereich „Schwäbische Alb / Alpenvorland“- Störungen: Im Nahbereich von Störungen (beidseitig 100m) wird auf die Unsicherheit der prognostizierten Gesteinsabfolge hingewiesen. Im Bereich Schwäbische Alb / Alpenvorland reichen die dargestellten Störungen teilweise nicht bis zur Geländeoberfläche, sondern sind erst in tieferen geologischen Einheiten vorhanden. In deren Nahbereich wird angegeben, ab welcher geologischen Einheit die prognostizierte Gesteinsabfolge unsicher ist.
- Gasführung im Untergrund: Über dem möglicherweise gasführenden Tertiär in Oberschwaben ist bereichsweise mächtiges Quartär abgelagert. In der Ausgabe am gewählten Bohrpunkt wird bei den entsprechenden Bohrrisiken die Tiefenlage der Quartärbasis unter Berücksichtigung eines Sicherheitszuschlags angegeben.
29. September 2009: Erweiterung des Bearbeitungsgebiets, Aktualisierung in bereits bearbeiteten Gebieten
Der Teilbereich „ Schichtstufenland / zentraler Landesteil“ wurde im September 2009 neu integriert. Die Teilbereiche „ Oberrheingraben“ und „ Schwäbische Alb / Alpenvorland“ wurden überarbeitet. Ergänzungen von ISONG in den Teilbereichen „ Oberrheingraben“ und „ Schwäbische Alb / Alpenvorland“: - Wasser- und Heilquellenschutzgebiete: Neue Abgrenzungen wurden integriert.
- Störungen: Im Nahbereich von Störungen (beidseitig 100 m) wird bei der Ausgabe der Hinweis gegeben: „Der gewählte Bohrpunkt liegt im Nahbereich einer Störung. Die Gesteinsabfolge kann deshalb erheblich vom prognostischen Bohrprofil abweichen“.
- Kartenthema: „Sensible Grundwassernutzungen“ wurden umbenannt zu: „Mineralwasser- und andere sensible Grundwassernutzungen“.
- Die Erläuterungen wurden den Ergänzungen angepasst.
Speziell im Bereich „ Oberrheingraben“: - Geologisches Modell: Die Einheit Impressamergel (ox1) bis Schilfsandstein (km2) wurde weiter unterteilt in Impressamergel (ox1) bis Variansmergel (btv), in Hauptrogenstein (bjHR) und in Ostreenkalk (bj2) bis Schilfsandstein (km2). Damit sind Verbreitung und Raumlage des potenziell verkarsteten Hauptrogensteins ersicht-lich.
- Warnhinweis im Tertiär: „Die Gesteine des Tertiärs können sulfathaltig sein. Dies kann zu bohr-, ausbau- oder geotechnischen Schwierigkeiten führen; betonangreifendes Grundwasser möglich“.
- Genereller Hinweis: „Aufgrund der komplexen tektonischen Situation im Oberrheingraben kann die Festgesteinsabfolge erheblich vom prognostischen Bohrprofil abweichen“.
- Hinweis wegen Unsicherheiten über die Gesteinsabfolge unter dem Quartär: Unter dem Quartär (die Tiefenlage wird angegeben) sind bohr-, ausbau- oder geotechnischen Schwierigkeiten wegen sulfathaltigem Gestein möglich. Eine Betreuung ab der Quartärbasis durch eine(n) in der regionalen Geologie erfahrene(n) Geologen(in) ist dringend erforderlich. Zusätzlicher Hinweis: Bei Bohrtiefen unter das Quartär ist betonangreifendes Grundwasser zu erwarten und sulfatbeständiger Zement ist zu verwenden.
- Artesische Grundwasserverhältnisse: Im Kaiserstuhl und im nördlichen Ober-rheingraben wurden zusätzliche Bereiche aufgenommen.
Speziell im Bereich „ Schwäbische Alb / Alpenvorland“: - Wasser- und Heilquellenschutzgebiete: In Zonen IIIB von Schutzgebieten, in denen Tertiär-Überdeckung über dem genutzten Aquifer des Oberjura liegt, sind Erdwärmesonden bis zur Basis der Überdeckung aus hydrogeologischer Sicht möglich. Entsprechende Bohrtiefenbeschränkungen werden angezeigt.
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