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Beispiel 3
Aufgrund der Vielzahl der aus Sandsteinen errichteten historischen
Gebäude und der Tatsache, dass Umwelteinwirkungen in den vergangenen
rund 100 Jahren vor allem die Sandsteine in Mitleidenschaft gezogen
haben, ist es erforderlich, geeignetes Baumaterial für die zahlreichen
erforderlichen Restaurierungen bereitzustellen.
Das Land Baden-Württemberg verfügt über rund 90.000 geschützte Bau- und Kunstdenkmäler. Sie besitzen besondere Bedeutung für die kulturelle Identität der Menschen in Südwestdeutschland und sind zugleich ein wichtiger Faktor für den Tourismus. Schlösser, Burgen, Kirchen und Klöster wurden bevorzugt aus gut zu bearbeitenden und optisch attraktiven roten, grünlich-grauen und gelben Sandsteinen nahe liegender Lagerstätten errichtet. Als herausragende Beispiele für Sandsteinbauten sind die Münster von Ulm, Freiburg, Rottweil und Konstanz, die zum UNECO-Weltkulturerbe gerechneten Klöster von Maulbronn und der Insel Reichenau sowie die Schlösser in Stuttgart, Ludwigsburg, Heidelberg und Bruchsal zu nennen. Aus Buntsandstein errichteter Hauptturm des Freiburger Münsters, der seit Sommer 2006 nur noch eingerüstet zu sehen ist. Große Mengen an verwitterungsbeständigem Buntsanstein werden zur Restaurierung benötigt.
Als Beispiel für eine gelungene Sanierung unter Verwendung heimischer Gesteine können die Arbeiten am Breisacher Münster (LGRB-Nachrichten 08/04) genannt werden. Schwerpunkt der aktuellen LGRB-Sandsteinerkundung ist das Ulmer Münster. Aufgrund des wachsenden Beratungsbedarfs der Denkmalpflege im Zusammenhang mit der Bereitstellung von authentischem, heimischen Naturwerksteinmaterial führt das Referat gezielte Erkundungs- und Kartierprogramme im Vorfeld der zeitweiligen Wiederinbetriebnahme von alten Steinbrüchen und zur Erweiterung bestehender Abbaustandorte durch (LGRB-Nachrichten 10/09). |