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Überblick über die Lagerstätten des Landes


Übersicht über alle betriebenen Gewinnungsstellen in Baden-Württemberg im Jahr 2010, einschließlich der Gewinnungsstellen mit zeitweiser Förderung
Die Wirtschaft Baden-Württembergs benötigt kontinuierlich eine Vielzahl mineralischer Rohstoffe, die für eine große Palette industrieller Einsatzbereiche - vom Bauprodukt bis zur high-tech-Anwendung - zur Versorgung von 10,4 Mio. Einwohnern genutzt werden.

Das Land ist reichlich mit hochwertigen Rohstoffvorkommen besonders aus den Bereichen der Steine und Erden sowie der Industrieminerale ausgestattet. Zu den in Baden-Württemberg auftretenden Industriemineralen gehören: Steinsalz, Kalisalz, Gips- und Anhydritstein, Flussspat und Schwerspat. Auch Quarzsand und hochreine Kalke können, obwohl sie in Steine-und-Erdenlagerstätten auftreten, zu den Industriemineralien gezählt werden. Im folgenden wird ein Überblick über die wichtigsten Rohstoffe des Landes gegeben, wobei zunächst auf die meist im Tiefbau gewonnenen Lagerstätten, dann auf die oberflächennahen Vorkommen - im wesentlichen Steine und Erden - eingegangen werden soll.

Eine Übersicht über die Gewinnungsstellen im Land Baden-Württemberg bietet auch der LGRB-Mapserver.

Die Beilagenkarte zum Rohstoffbericht 2006 zeigt die Rohstoffgewinnung in Baden-Württemberg mit Stand Oktober 2006.

Rohförderung in Baden-Württemberg (Stand 11/06)
Die Steine-Erden-Rohstoffe besitzen in Baden-Württemberg die mengenmäßig größte Bedeutung. Hier sind vor allem folgende zu nennen: Die Lockergesteine Kies und Sand, Quarzsand, Lehm und Ton, die sedimentären Festgesteine Kalkstein, Mergelstein, Tonstein, "Ölschiefer" (bituminöser Tonmergelstein), Sandstein, Sinterkalkstein (Travertin, Süßwasserkalkstein), die Grundgebirgsgesteine Ortho- und Paragneis, Gneisanatexit und Granit, die vulkanischen Gesteine Quarzporphyr und Phonolith.

Gesamtmenge der Grubenförderung (Rohfördermenge) an oberflächennahen mineralischen Rohstoffen in Baden-Württemberg sowie Anzahl der Gewinnungsbetriebe (grüne Linie) im Zeitraum 1992-2005.
Der Reichtum an vielfältigen Naturwerksteinen wird im Südwesten seit rund 2000 Jahren zur Errichtung sakraler und profaner Bauten genutzt. Naturwerksteine sind nicht nur ein ästhetisch schönes Material für Neubauten aller Art, auch für die Restaurierung der zahlreichen Baudenkmäler sind sie unersetzlich.

Ausführliche Steckbriefe zu verschiedenen mineralischen Rohstoffen und zu Erdöl finden Sie hier.