Geotourismus  
   
Beschreibung: Die Ermsquelle entspringt im mittleren Mühltal ca. 1.000 m östlich von Seeburg bei Bad Urach. Die mittlere Schüttung der starken Karstquelle beträgt 400 l/s (min. 65 l/s, max. 1.000 l/s). Sie wurde als Trinkwasserquellfassung ausgebaut und wird seit 1895 von der Alb-Wasser-Versorgungsgruppe XIII betrieben. Das stark kalkhaltige Wasser ließ im Mühltal bis Seeburg insgesamt sieben größeren Tuffbarrieren entstehen, wodurch das von Norden zustoßende Fischbachtal aufgestaut wurde. Dadurch entstand der bis 1.400 m lange Bodenlose See. Dieser konnte ab 1616 durch einen unterirdischen Stollen zum Zweck des Fischfangs abgelassen werden; später wurde das Wasser des Sees zur Scheitholztrift verwendet. Heute ist der See abgelassen und der Fischbach wird durch die noch erkennbare Tuffbarriere durchgeleitet. Von dem ehemaligen See in der Tallandschaft zeugt heute nur noch ein Kalktuffabsatz (ND) in Höhe der damaligen Wasseroberfläche an einer Felswand ca. 250 m talaufwärts hinter den letzten Häusern von Seeburg.
Literatur: GK 25: 7522 Bad Urach
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