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PROBLEMLÖSUNG

Methodik


Flussdiagramm zur Darstellung der Herangehensweise zur Problemlösung
  • Die Abbildung zeigt, wie aus vorhandenen GeoLa-Themen und weiteren betriebs-spezifischen Daten ein Erweiterungsgebiet des Kalksteinbruchs abgeleitet werden kann. 
  • Wie im vorhergehenden Schritt 2 von 4 ersichtlich, wird zur Lösung des Problems eine Vielzahl von GeoLa-Themen herangezogen, wie z. B. Lage des Rohstoffgewinnungsbetriebs mit Abbaustand sowie die geologischen Grundlagenthemen in Form von Geologischen Ausstrichflächen, Tektonik, Bohrungen und Schnitten. Sind wichtige Horizonte betroffen, so kann auch das Thema Schichtlagerung hinzugezogen werden. Daneben werden noch eine Vielzahl rohstoffgeologischer Themen berücksichtigt wie beispielsweise ungünstige Materialeigenschaften.
  • Mittels dieser Grundlagen sowie durch die Auswertung weiterer Informationen außerhalb der GeoLa-Themen und einer umfassenden rohstoffgeologischen Kartierung werden schließlich Rohstoffvorkommen abgegrenzt und bewertet.
  • Um innerhalb der abgegrenzten Rohstoffvorkommen den günstigsten Bereich für einen möglichen Abbauerweiterungsantrag ableiten zu können, müssen weitere betriebsspezifische Themen beachtet werden. Hierzu gehören insbesondere Produktanforderungen, Nutzungskonflikte (z. B. mit dem Trinkwasserschutz), und die Verkehrsanbindung. Zur Ermittlung der genauen Lagerstättengrenzen sind zusätzliche Erkundungen durch den Betreiber meist unerlässlich.
  • Das daraus resultierende Gebiet kann für den Abbau beantragt werden.

A. Abgrenzung und Bewertung des Rohstoffvorkommens (OA-Nr. 6400)


Lage der Rohstoffvorkommen
  • Nördlich an den bestehenden Steinbruch anschließend wurde das Vorkommen L 7118-32 nachgewiesen (blaue Fläche). Es weist in großen Teilen eine durchschnittliche nutzbare Mächtigkeit von über 65 m auf. Diese kann jedoch durch zerrüttete und verlehmte Bereiche reduziert sein. Die Bedeckung durch nicht nutzbare Schichten ist generell hoch und z. T. auch größer 20 m. Zur Gewinnung von Natursteinen für den Vehrkehrswegebau weist das Vorkommen vor allem wegen der geringen Vorkommensgröße insgesamt ein sehr geringes Lagerstättenpotenzial auf. (Mit dem Lagerstättenpotenzial wird eine landesweite Relativ-Einstufung vorgenommen, bei der alle bekannten Rohstoffvorkommen der gleichen Rohstoffgruppe - z. B. Kalksteine für den Verkehrswegebau etc. - berücksichtigt werden.)
  • Kriterien zur Flächenabgrenzung: Norden: Zunahme der durchschnittlichen Überlagerungsmächtigkeit nicht nutzbarer Schichten auf über 20 m. Nordosten, Südosten und Osten: Abstand von 300 m zu geschlossener Bebauung der Ortschaft Vaihingen a. d. Enz und zur Neubaustrecke der Schnellbahn Mannheim–Stuttgart, im Nordosten außerdem Störungszone. Süden: Derzeit betriebener Stbr. Illingen (RG 7019-2), in dem der Obere Muschelkalk im Hang-Kessel-Abbau abgebaut wird. Südosten: Taleinschnitt des Glattbachs und der bereits abgebaute und wieder verfüllte ehem. Stbr. südöstlich Illingen (Rg 7019-140). Westen: Eintalung der Schmie und eines Seitentals sowie Abstand zu einer vermuteten NNE streichende Störungszone.
  • Mögliche Abbau-, Aufbereitungs-, Verwertungserschwernisse: Tektonische Zerrüttungszonen, nicht nutzbare Dolomitsteine, hohe Überlagerungsmächtigkeiten sowie ein hoher Grundwasserspiegel in Teilen des Vorkommens.

B: Betrachtung weiterer, betriebsrelevanter Themen (außerhalb GeoLa)


Verschneidung mit weiteren (Fremd-)Themen

Für den Betreiber sind außerhalb der rohstoffgeologischen Bewertung auch andere Themen für die Wahl des Erweiterungsgebiets ausschlaggebend:

  • Das Vorkommen reicht teilweise bis ins Grundwasser und liegt vollständig in einem Wasserschutzgebiet, Zone III/IIIA (in der Karte hellgrün schraffierte Flächen). In diesem Bereich bestehen gegen einen Abbau des Vorkommens aus hydrogeologischer Sicht erhebliche Bedenken, die, besonders bei einem Eingriff in das Grundwasser, wahrscheinlich zur Ablehnung von Abbauanträgen führen werden.
  • Es treten vorrangig schützenswerte Böden auf.
  • Entlang der Enz soll ein FFH-Gebiet ausgewiesen werden (in der Karte grüne Fläche); der Steinbruch Illingen ist von diesen Planungen nicht betroffen.
  • Für den Betreiber sind außerhalb der konkurrierenden Flächennutzungen auch betriebliche Dinge entscheidend, z. B. die Länge der Fahrwege vom aktuellen Abbau zur Aufbereitungsanlage, Mindestbreite bei der Anlage von Abbausohlen etc.